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Ungelesener BeitragVerfasst: Mi 12. Aug 2015, 09:05 
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Ersatzmaßnahmen der LINZ AG LINIEN bei einer Sperre der Eisenbahnbrücke

11. August 2015

Auswirkungen auf den Verkehr durch Sperre Eisenbahnbrücke
Der öffentliche Verkehr in Linz boomt. Die Fahrgastzahlen bei den LINZ AG LINIEN steigen kontinuierlich an. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde mit rund 107 Millionen beförderten Fahrgästen einmal mehr ein neuer Rekordwert verzeichnet.

Linz braucht dringend zweite Straßenbahnachse
Mit den jährlich ansteigenden Fahrgastzahlen wird aber auch eines immer deutlicher: Zu den Hauptverkehrszeiten ist die Kapazitätsgrenze der Straßenbahnachse der Linien 1, 2 und 3 über die Linzer Landstraße endgültig erreicht. Linz braucht, um für die Zukunft gerüstet zu sein, dringend eine leistungsfähige 2. Schienenachse. Die geplante Linienführung wird sowohl die heutige Hauptachse des öffentlichen Verkehrs über die Landstraße entlasten als auch die östliche Innenstadt in direkter Form sowie in Entwicklung befindliche Stadtteile erschließen.

Funktionstüchtige Donauquerung als Voraussetzung für zweite Straßenbahnachse
Für die Realisierung der 2. Schienenachse ist eine funktionstüchtige Donauquerung – ob durch die Errichtung einer neuen Brücke oder eine Zweibrückenlösung mit Sanierung der bestehenden Brücke – zwingend erforderlich. Am 27. September 2015 werden die Linzerinnen und Linzer bei einer Volksbefragung über die Zukunft der Eisenbahnbrücke entscheiden. Die LINZ AG LINIEN bereitet sich bereits jetzt im Rahmen der Planungsarbeiten zur neuen Schienenachse bestmöglich auf alle Varianten vor, um ehestmöglich mit der Umsetzung dieses für Linz so wichtigen Zukunftsprojektes beginnen zu können.

LINZ AG LINIEN bereiten sich auf eine Sperre der Eisenbahnbrücke vor
Die LINZ AG LINIEN haben sich auf eine mögliche Sperre der Eisenbahnbrücke vorbereitet und entsprechende Ersatzmaßnahmen für den öffentlichen Verkehr geplant.

Buslinien 12 und 25 von einer Brückensperre betroffen
Bei einer Brückensperre sind vor allem die Buslinien 12 und 25 betroffen, da beide Linien über die Eisenbahnbrücke geführt werden. Gemeinsam befördern die beiden Buslinien rund 11,1 Millionen Fahrgäste pro Jahr. Im Geschäftsjahr 2014 wurden auf der Linie 12 rund 6,4 Millionen und auf der Linien 25 rund 4,7 Millionen Fahrgäste verzeichnet.

Im Abschnitt zwischen Ontlstraße und Europaplatz (Streckenabschnitt über die Eisenbahnbrücke) wurden sowohl auf der Linie 12 als auch auf der Linie 25 pro Jahr rund 1,47 Millionen Fahrgäste verzeichnet. Gemeinsam befördern die beiden Linien auf diesem Streckenabschnitt somit jährlich rund 2,9 Millionen Fahrgäste.

Studie des ÖIR von Reinhold Deußner als Basis für Planung
Als Grundlage für die Planung diente eine Studie des ÖIR (Österreichisches Institut für Raumplanung) von Mag. Reinhold Deußner im Auftrag der LINZ AG LINIEN aus dem Jahr 2014, in der die Auswirkungen einer Sperre der Eisenbahnbrücke auf den öffentlichen Verkehr sowie den motorisierten Individualverkehr untersucht wurden.


Verlagerung des Fahrgastaufkommens im öffentlichen Verkehr
Die Studie des ÖIR von Deußner zeigt, dass es im öffentlichen Verkehr während des Zeitraums der Brückensperrung vor allem zu einer Verlagerung des Fahrgastaufkommens auf die Straßenbahnlinien 1 und 2 über die Nibelungenbrücke kommen wird.
Aktuell überqueren pro Werktag etwa 48.400 Fahrgäste mit der Straßenbahn die Nibelungenbrücke.

Plus 3.000 Fahrgäste an Werktagen auf den Straßenbahnlinien 1 und 2
Bei den Straßenbahnlinien 1 und 2 prognostiziert Deußner durch die Verlagerung des Fahrgastaufkommens von der Eisenbahnbrücke auf die Nibelungenbrücke einen Zuwachs von rund 2.000 Fahrgästen pro Werktag für das Jahr 2017.

Pro Werktag überqueren derzeit etwa 5.600 Fahrgäste mit den Buslinien 12 und 25 die Eisenbahnbrücke. Dabei handelt es sich fast ausschließlich um Linzer und kaum um Fahrgäste aus der Region. Bei einer Sperre der Eisenbahnbrücke wird es zu einer Verlagerung des Fahrgastaufkommens auf die Straßenbahnlinien 1 und 2 kommen.

Zusätzlich wird es bei einer Brückensperrung durch die Verlagerung von PKW-Fahrten auf den öffentlichen Verkehr, im Speziellen auf die Straßenbahnlinien, einen Anstieg um 1.000 Fahrgäste pro Werktag geben.

Insgesamt kommt es damit bei einer Sperre der Eisenbahnbrücke auf den Straßenbahnlinien 1 und 2 aufgrund der Routenverlagerung auf die Nibelungenbrücke zu einem Anstieg von rund 3.000 Fahrgästen pro Werktag.


Maßnahmen der LINZ AG LINIEN bei Sperre Eisenbahnbrücke
Bei einer Sperre der Eisenbahnbrücke wird es zu einer Verlagerung des Fahrgastaufkommens von der Eisenbahnbrücke auf die Nibelungenbrücke bzw. auf den öffentlichen Verkehr – bis zu 3.000 Fahrgäste mehr auf den Linien 1 und 2 an Werktagen – kommen. Von den LINZ AG LINIEN werden deshalb Maßnahmen zur Steigerung des Platzangebotes im öffentlichen Verkehr getroffen.

Errichtung einer Umkehrschleife für die Straßenbahn im Bereich Ferihumerstraße/Linke Brückenstraße
Zur Steigerung des Platzangebotes auf den Straßenbahnlinien 1 und 2 v.a. in der Morgenspitze in Fahrtrichtung Stadtzentrum (von Urfahr nach Linz), wurde von den LINZ AG LINIEN ein entsprechendes Fahrplankonzept entwickelt. Dieses sieht vor, eine neue Umkehrschleife im Bereich Ferihumerstraße/Linke Brückenstraße sowie eine neue Haltestelle Ferihumerstraße zu errichten.

Bild

http://mediasrv2.austria-in-motion.net/v/AIM-AT/AT31-ooe/AT31-da/da_2015/da_2015_bim/2015-08-11_at312_planung-umkehrschleife_ferihumerstrasse.jpg.html

Insgesamt 9 zusätzliche Straßenbahnfahrten in der Morgenspitze
Durch die Errichtung der Umkehrschleife „Ferihumerstraße“ kommt es in der Hauptverkehrszeit zwischen 7 und 8 Uhr auf den Linien 1 und 2 in Fahrtrichtung Süden zu einer Kapazitätserhöhung und einem Anstieg des Fahrtenangebots um plus sechs Fahrten (zu je 224 Plätzen) und in Richtung Norden (von Linz nach Urfahr) zu einer Erhöhung um drei Fahrten.

47 Straßenbahnen in der Hauptverkehrszeit im Einsatz
Der erforderliche Fahrzeugeinsatz steigt in der Hauptverkehrszeit um zwei Bahnen von derzeit 45 auf 47 Straßenbahnen.

Deutliche Verbesserung des Fahrgastkomforts
Durch diese Maßnahme ergeben sich bei einer Sperre der Eisenbahnbrücke in beiden Fahrtrichtungen nicht nur ausreichende Kapazitäten, sondern es kommt auch zu einer Verbesserung des Fahrgastkomforts.

Termin- und Kostenplan
Der Baubeginn für die neue Umkehrschleife Ferihumerstraße inklusive neuer Haltestelle ist für März 2016 geplant.
Die Baufertigstellung wird voraussichtlich bis zum Sommer 2016 erfolgen.

Die Kosten für die Errichtung der neuen Umkehrschleife und Haltestelle werden sich auf 1,3 Millionen Euro belaufen.
Die Kosten für den laufenden Betrieb liegen bei 80.000 Euro zusätzlich pro Jahr.

Umleitung der Buslinien 12 und 25 über VOEST-Brücke
Für die Dauer einer Sperre der Eisenbahnbrücke müssen die Buslinien 12 und 25
über die A7 Mühlkreisautobahn (VOEST-Brücke) umgeleitet werden.

Streckenführung der Linien 12 und 25 bei Sperre Eisenbahnbrücke

Bild

http://mediasrv2.austria-in-motion.net/v/AIM-AT/AT31-ooe/AT31-da/da_2015/da_2015_bus/2015-08-11_at312_alternative-linienfuehrung_linie12und25.jpg.html

Um auch auf der Umleitungsstrecke in der Hauptverkehrszeit einen 15-Minuten-Takt je Linie zu gewährleisten, werden zusätzlich zwei Gelenksbusse und sechs Mitarbeiter beim Fahrpersonal benötigt. Durch die Umleitung über die VOEST-Brücke werden die Linien 12 und 25 pro Jahr etwa 111.825 Kilometer mehr zurücklegen und zusätzlich rund 9.455 Stunden im Einsatz sein.

Zusätzliche Haltestelle „Urnenhainweg“ in Fahrtrichtung Urfahr
Für den Zeitraum der Umleitung über die VOEST-Brücke wird in Fahrtrichtung Karlhof (von Linz nach Urfahr)
auf beiden Buslinien mit der Haltestelle „Urnenhainweg“ eine zusätzliche Haltestelle bedient.

Kostenplan
Die Kosten im laufenden Betrieb werden rund 520.000 Euro zusätzlich pro Jahr betragen.


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