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Ungelesener BeitragVerfasst: Do 19. Jan 2012, 01:50 
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Quelle: http://www.budapester.hu/index.php?opti ... &Itemid=30


Dienstag, 17. Januar 2012
Diesmal wirklich – oder doch nicht

Innerhalb der vergangene Monate war immer wieder vom drohenden Bankrott der Budapester Ver­kehrs­betriebe (BKV) die Rede. Fast gewöhnte man sich schon an die permanente Schreckensnachricht, dass der öffentliche Nahverkehr demnächst zum Er­liegen käme. Irgendwie schrammten die BKV aber immer knapp an der Katastrophe vorbei. Doch diesmal scheint die Lage ernst.

Mit einem Achselzucken werden die meisten Hauptstadtbewohner Ende vergangener Wo­che die Nachricht des drohenden Stillstands des Bu­da­pester Nahverkehrs quittiert haben. „Schauen wir mal – dann sehen wir schon.“, avancierte zuletzt zum Leitgedanken gegenüber der BKV. Mehrfach versuchte der Budapester Oberbürgermeister István Tarlós auf den finanziell desolaten Zustand des öffentlichen Nahverkehrs hinzuweisen, indem er immer wieder davon sprach, dass der Stillstand wohl unvermeidbar sei. Mit aller Kraft wurde auf das angestrebte Sparziel hingearbeitet, um die Freigabe der vom Staat zugesicherten Gelder in Höhe von 32 Milliarden zu bekommen. Sogar die Passagier­ver­si­che­rung wurde dem großen Ganzen untergeordnet und gekündigt. Dies war jedoch nur eine der insgesamt elf großen Sparmaßnahmen. Neben Ein­spa­run­gen im Bereich Telekommunikation wurde auch bei den Reinigungskosten gespart. Insgesamt fünf Milliarden Forint sollen so binnen kurzer Zeit frei werden.
Doch alle Hoffnungen waren vergebens. Zu Be­ginn dieser Woche wurde die Situation immer drückender. Für Mittwoch wurde eine außerordentliche Sitzung der Hauptstadtversammlung anberaumt. Auf dieser sollten Vorschläge für die endgültige Lösung der Finanzsituation der BKV gefunden werden. Als Option stand im Raum, die Unter­stüt­zung für öffentliche Einrichtungen um 15 Prozent zu kürzen und diese Mittel in die BKV zu investieren. Als ultima ratio wurden auch Tariferhöhungen ins Gespräch gebracht. Zu all diesen dramatischen Schritten wäre die Stadt jedoch nur unter der Bedingung bereit gewesen, dass der Staat neben den zugesagten 32 Milliarden Unterstützung der Nor­ma­tive weitere 21 Milliarden Forint Unterstützung beisteuert.

Hoffnung auf Entspannung
Wie ein letzter Befreiungsschlag wirkt nun die Ab­sage der geplanten Krisensitzung. Eine aus drei Ab­geordneten des Stadtparlaments, Zoltán Né­meth, István György und Gábor Bagdy, und dem Bür­germeister des V. Bezirks, Antal Rogán, bestehende Delegation soll stattdessen in direkten Verhandlungen mit der Fidesz-Fraktion die Rettung der BKV verhandeln. Unter der Leitung von Ober­bürgermeister Tarlós soll die abgesagte Krisen­sit­zung und die stattdessen stattfindenden Gespräche ein Signal an die Fidesz-Fraktion im Parlament sein. Statt der bisherigen konfrontativen Strategie will sich Tarlós offenbar lieber mit seinen Parteifreunden einigen.
Tarlós, sonst nicht für seine Nachgiebigkeit bekannt, bleibt sich jedoch auch diesmal treu. So hat er der Delegation einen engen zeitlichen Rahmen gesetzt, in dem die Verhandlungen zum Erfolg geführt werden müssen. Bis zum 25. Januar sollen Ergebnisse präsentiert werden. Der Zeitplan indes ist knapp bemessen. Bereits am 27. Januar läuft der neun Milliarden Forint umfassende Kredit der BKV bei der MK Bank aus. Ohne unterstützende staatliche Garantien wird dieser aber wohl nicht verlängert. Nur wenn das gelingt, kann der Bankrott der BKV zumindest zeitweilig hinausgeschoben werden.

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Ungelesener BeitragVerfasst: Fr 20. Jan 2012, 01:13 
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So etwas klingt so unreal. Wenn man sich vorstellt, in so einer großen Stadt fährt plötzlich den ganzen Tag kein Bus, keine Straßenbahn und keine U-Bahn mehr. Der Horror! Aber in so einem Fall würde ich doch hoffen, dass der Staat hier ordentlich Finanzmittel zur Verfügung stellt. Und wenn es den Verkehrsbetrieb so schlecht geht, dann muss man schauen, wo man überall sparen kann.

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Ungelesener BeitragVerfasst: Fr 20. Jan 2012, 09:07 
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Also da hat man wieder mal das typische, wenn man vom Staat abhängig ist. Da ich schätze, dass hier ja eh bis aufs äußere schon alles eingespart wird, ist es sicher nicht mehr möglich noch so viel einzusparen.

Das Problem wird aber sein, das Ungarn ja sowieso schon in der Staatskrise ist und es schwer werden wird x Millionen Forint für die Verkehrsbetriebe aufzutreiben.

Ich schätze mal eher, dass es dann zuerst zu einem Streik kommt, weil es sind sicher nicht so wenige dort angestellt.


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